Ein bisschen...

Terere, ein bisschen Teilen. Mit der lieben Paula. Bei 37 Grad Celsius im Winter ein Muss!

9 Stunden Impression


Stell dir vor du fährst mit einem Bus. Mit einem alten, quietschenden, stickigen und vor allem sau kaltem Bus. Du frierst, du ärgerst dich das du dir keine wärmeren Klamotten eingepackt hast, hast die übergroßen Socken eines belgischen, 1,95m großen, Austauschschuelers über deinen Füssen, weil du denkst das du ohne erfrierst. Die Kapuze deiner Strickjacke hast du dir über den Kopf gezogen, du hättest niemals gedacht das es so Arschkalt hier sein kann. Deine Augen fallen zu, du schläfst ein. Es ist kein Schlaf der dich ausruhen, auftanken lässt. Du wachst auf, immer wieder auf, weil andere laute aus oder einsteigen Noch 7 Stunden. Die einzige Wärmequelle ist der Belgier neben dir und der schnarcht und schläft wie ein Baby. Du schaust aus dem Fenster, zappenduster. Dein einziges Verlangen ist ein Bett, eine Dusche und frische Wäsche.Noch ca. 5 Stunden. Deine Schlafsituation hat sich immer noch nicht gebessert und du massierst dir die Beine, damit sie ein bisschen wärmer werden, überschlägst sie weil das Oberfläche spart. Verdammt, gestern waren es noch 31°C, Temperatursturz vom Feinsten. Du fängst an deine Zehen zu bewegen, weil du ein bisschen Angst hast das Sie abfrieren, irgendwo hast du schließlich mal gelesen das die Extremitäten immer als erstes Abfrieren. Du lauschst den Geräuschen des Busses, ein Mann kommt näher. Du sitzt in der nähe des Busklos, also ist die Sache offensichtlich. Er öffnet die Tür, du denkst einen Moment lang der Gestank der in deine Nase kriecht erstickt dein Hirn, du schläfst wieder ein.
Ein Baby schreit, du hast es nicht für möglich gehalten aber es fühlt sich noch kälter an als vorher. Ob er nicht noch ein anderes Paar Socken hätte, fragst Du den Belgier. Nein, habe er leider nicht. Noch 2 Einhalb Stunden, er zeiht sich sein Pyjama Oberteil unter den Hoodie. Glückspilz.
Du wachst wieder auf, als dein Kopf gegen die Busscheibe knallt, hart, kalt und ein bisschen Feucht. Kondenzwasser sammelt sich am abgefransten Gummi, dort wo das Glas aufhört. Du willst in dein Bett. Nicht in dein Bett. In Irgendein Bett. Die Beine Überschlägst du in die andere Richtung, das linke Bein über das rechte, du hauchst in deine Hände, hälst es dir vors Gesicht. Noch eine Stunde.
Nun kannst Du nicht mehr richtig Pseudo-schlafen, weil du Angst hast, das der Busfahrer an deinem Dorf einfach vorbeifährt. Du döst, guckst alle paar sekunden aus dem Fenster, ob du schon da bist. Die Landschaft und die Häuser ähneln deinem Dorf, es sieht alles gleich aus. Aber nein, es fehlt der Taxistand, mit den orangefarbenen, länglichen bestimmtnicht Toyotas.
Aufwachen, sagst du erst leise, dann etwas lauter auf englisch. Der Belgier rallt es sonst nicht. Du stupst ihn an, etwas kräftiger. Jetzt, Mensch, wir müssen raus! Er ist einer von der Sorte, die eine Stunde denken, bevor sie 5 Minuten etwas machen. Er packt seinen rucksack, ich packe meine Sporttasche. Wir steigen aus und laufen einen kilometer durch die abarigste Kälte. Deine Beine sind kürzer, aber du bist schneller, weil du mehr frierst. Deine Tasche ist auf einmal auch gefühlte 20 Kilo schwer. Machtjanix. Du rennst fast, da vorne ist dein Haus, du rufst einfach deine Gastmutter an, fragst sie ob sie aufmacht. Sie hat es dir gesagt, einfach anrufen. Du bist da, es klingelt. Einmal, zweimal, dann ertönt dieses Zeug, das einige hier Musik nennen. Anstatt des Tutens hörst du "Danke Gott für das Leeeeeeben, danke für einen tag meeeeeehr." Deine Laune ist am absoluten Tiefpunkt, in etwa da wo sich auch deine Füße gerade befinden.
"Ja?" "Kannst du bitte aufmachen?" "Mhhh.... niemand ist im Haus" "Wie niemand ist im haus?" "jaa, niemand ist im Haus, geh ins Hotel und warte in der Rezeption auf mich" "Hää, aber, wieso ist denn niemand im Haus?" "Warte einfach in der Rezeotion auf mich"

06:30 Montagmorgen. Ich finde heraus das meine Familie umgezogen ist.




So und jetzt zu den Witzigen Dingen! Das Wochenende war ultra gut, ich hatte einen Haufen Spass. Auch das meine Familie danach umgezogen ist war kein Drama, nur eben der Moment war scheusslich. Ich habe dann noch 3 Weitere tage auf der Couch in der neuen Wohnung geschlafen und bin dann fuer 2 tage zu meiner Betreuerin gezogen und bin nun wieder in einer anderen Familie. Ich werde vom Pech verfolgt.
Aber hier ist es vorerst Prima! Hier 2, 3 unbearbeite schnell-uploads. Ein bisschen Farbe muss der Post ja haben :P





Nö. Wir scheissen auf New York, Tokyo und London.

Siempre con tereré
Immer mit terere.

Mathe. Ich habs ja schon auf Deutsch nie kapiert.
Helft den Pflanzen! 







Ich muss jetzt ins Bett. Mein Wecker klingelt um halb 5. Wir fahren nach Asuncion, weil meine Kleine Schwester Operiert wird. Ich bin solange bei ner Freundin. Tschö!

Zwei Wochen

Angekommen in Asuncion, nach einem wirklich, wirklich kurzem aber trozdem unterhaltsamen und effektiven Wochenende. 

Das AFS Paraguay Team hat ein Camp fuer uns organisiert um unsere ersten Eindruecke zu verarbeiten und zu reflektieren. Ich selber habe den gesamten letzten Monat darauf gewartet endlich in den Bus nach Asuncion zu steigen und die anderen Austauschschueler zu sehen, ich wollte wissen wie ihre Erfahrungen sind, was sie machen und wie es Ihnen geht, aber nicht per Facebook oder Skype. Alle live vor sich zu sehen, mit ihnen wirklich zu reden und einfach die dabei entstehende Atmosphaere zu geniessen war mir besonders wichtig. Es war einfach ein Haufen Spass, aber auch unglaublich viel Arbeit die deinen Kopf zermartert hat. Ich selber habe gedacht es gaebe mehr Programmpunkte, mehr Taetigkeiten um alles aufzuarbeiten. Es gab, glaube ich, insgesamt 3 wirkliche ¨Spiele¨ mit denen wir gearbeitet haben und eine Runde in der man mit den Volunteers ueber seine privaten Probleme sprechen konnte. Und in enau der Session habe ich vesagt. Ich wollte meine Probleme mit einem Maedchen besprechen das in der Schweiz war, ich habe keinen vernuenftigen Satz rausbekommen, konnte mich nicht Artikulieren und sie hat meine Situation nicht wirklich verstanden. Ich hatte ebenfalls am Freitag ein Gespraech mit den AFS Leuten im Hauptstadtbuero, es sind 2 Wochen. Zwei Wochen in denen ich noch abwarten soll, muehe Zeigen soll mich zu integrieren. Ich gebe mir bisher die groesste muehe die man sich nur geben kann und ich moechte so sehr das es mir gut geht. In dem Sinne: Auch das AFS Buero hat meine Situation nicht verstanden.
Ich werde diese Zwei Wochen als changce nutzen, meinen Wunsch von einem anderen Ort beiseite schieben und einfach nur das machen was AFS mir sagt. Ich hoffe sehr das sich dadurch eine Loesung ergibt und gluecklich werden kann.
Es gibt einfach nichts schlimmeres als das gefuehl das einem keiner Hilft und man auf sich selbst gestellt ist. Ich haette mir ein bisschen motivation gewuenscht, von meinen Volunteers, also nicht das sie motivation haben sondern das sie mich motivieren. Meine Motivationsquellen sind bald ausgeschoepft und dann wird das ganze umso haerter. 



Das Wochenende ist aber noch immer nicht vorbei. Der andere Austauschschueler und ich warten hier im AFS Hauptstadtbuero auf den bus der in knapp 4 einhalb Stunden kommen wird. Dann sind es neun stunden fahrt bis nach Hause. Neun verdammte Stunden in denen man nichts machen kann ausser schlafen und nachdenken. Schlafen ist nicht das Problem, aber das nachdenken. 



Ciao!



Tierra Roja

In Paraguay sind sehr viele Dinge ganz anders. Besonders trifft das auf die Erde zu, die hier eher rot als schwarz. Straßen sind eher nicht asphaltiert und wenn überhaupt dann sind es einfach nur Steinbrocken die aneinander gelegt werden. Vollkommen egal. Biiiiiilderflut!



Weg ins Nichts? 














So sehen alle ungepflasterten Strassen aus wenn es nicht regnet.
Wenn es dann regnet ist alles Matsch. 




Okey, eine Bilderflut war das jetzt nicht gerade, aber zumindest eine kleine Impression. Hoffentlich kommt bald mehr, ich werde Faul.

Bis Bald! :)

Beim Arzt

Es kam wie es kommen musste - ich war beim Arzt.
Meine Bauchschmerzen haben mich einfach in den Wahnsinn getrieben und ich kam nicht drum herum mit meiner Betreuerin zu sprechen, damit sie mit mir hingeht. Sie sagte mir "Morgen was eigentlich gestern war, also sagte sie es mir Vorgestern, verstanden? :D bist du um neun Uhr in meinem Büro, dann gehen wir zusammen zum Arzt" Gesagt, getan.

Dann bekam ich an dem Tag um ca. 8 Uhr einen Anruf - Sie ist verhindert. Ihr Neffe läge im Krankenhaus und es ginge ihm gar nicht gut. Sie sei auch nicht in der Stadt.
Wunderbar. Alleine zum einem Arzt der nicht mal ansatzweise Englisch versteht, wie erkläre ich jetzt meine Schmerzen? Verdammt!
Ich also in die Privatklinik vom Ort, zusammen mit dem Mitarbeiter meiner Betreuerin (Sie führt ein Büro für irgendwas mit Buchhaltung...?) er erklärt der Krankenschwester fix wer ich bin, woher ich komme und ein dickes Lächeln geht über sein Gesicht als er sagt ich sei Deutsche. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich hatte das Gefühl das er Stolz war, mich zum Arzt begleitet zu haben.

So siehts aus, wenn ich aus meinem Fenster schau.
Ein Papierchen ausgefüllt, Blutdruck gemessen und in den Wartesaal gesetzt.
Auf einmal höre ich seltsame, vertraute Klangmuster. Irgendwie verstehe ich auch einzelne Wörter, da drehe ich mich zur Seite um und sehe 4 "Sowas wie Deutsche", sie sprechen "Sowas ähnliches wie Deutsch" sehen "so ein bisschen wie Europäer" aus und kleiden sich auch in etwa so. Ich war mir ziemlich sicher das es Menschen aus der nicht allzu weit entfernten deutschen Kolonie waren. Es ist schon ein bisschen beängstigend in einem Wartesaal mit 30 Anderen Menschen zu sitzen und vor einem 4 "sowas wie Deutsche" sitzen zu sehen. Die Sprache gleicht irgendwie nur entfernt dem jetzigen Sprachbild. Es gibt irgendwie keine grammatikalischen Zusammenhänge, die Wörter werden durch die Gegend geschleudert wie die Teetassen des Hasen in Alice's Wunderland. Es ist mehr oder minder Verständlich aber für mich war das irgendwie eher Beängstigend als das ich mich dafür interessiert hätte.

Endlich, mein Name. Rein ins Zimmer. 
Mich erwartet ein stämmiger, am Scheitel schon leicht kahler, großer, ende 40 Jahre alter Mann mit weisem Kittel. Der Raum ist ohne Fenster und die 1001 Zertifikate an der Wand sollen mir bestätigen das er Studiert hat und das er anscheinend mal irgendwo assistiert hat und mit Sicherheit auch Gynäkologe ist. Vorsichtig setze ich mich auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch. Der Tisch hat als obere Schicht eine Glasplatte unter die allerlei Zettel gelegt wurden, es werden Vaginalsalben angepriesen, aber auch Kopfschmerztabletten und Pysiotherapeutische Hauseigene Behandlungen. Für   mich ist das ziemlich suspekt.

Die erste Etappe zum weg in den Ort

Ein grinsen, ein Nicken, was darfs sein?
Ich sei also Deutsche, Bonn? München? Berlin? Aus der Nähe von Hamburg, was rein theoretisch gesehen eine Lüge ist. Er fragt mich nicht was ich habe, er sagt nur dass seine 14 jährige Tochter gerne meine neue Freundin wäre und das ich doch mal zum Grillen vorbeikommen solle und ob ich denn Französisch sprechen könne. Ja, ein wenig, aber seit dem ich hier bin ist das bisschen eigentlich verschwunden. Er gibt mir sein Telefon, auf der anderen Seite eine Frau die schnell und wirr französisch spricht. Ich antworte mit "Je ne parle pas bien no intiendo nada, permisso." Ich reiche ihm das Telefon, er guckt leicht amüsiert, legt auf und fragt mich nach gut 20 Minuten des nichtstuns (man erinnert sich, ein Doktor und 30 Leute im Wartesaal) weswegen ich denn eigentlich hier sei. Mein Bauch. Er schmerzt, ich kann nicht schlafen, es ist scheusslich.

Auf die Liege gelegt.
Er tastet mich ab, so wie ein Kind eine Sandburg baut. Ich weiß nicht genau wo er da drückt, und wieso klopft er mit seiner flachen Hand auf meinen Bauch? Ich sage einfach nichts. Abgehört werde ich dann auch noch fix und dann gehts wieder zum Stuhl. Ob ich noch irgendwelche anderen Erkrankungen hätte? Ja, Asthma. Ja, ich schreibe dir dann dies auf, das nimmst du einmal in der Woche, und dann das das nimmst du alle 12 Stunden und dann am besten nochmal Buscopan, alle 6 Stunden. Moin.
Achso. 
Ich möchte gehen, schliesslich beginnt meine Schule in einer halben Stunde. Ich stehe auf, das Rezept in der Hand, sage tschüss und wende mich zum gehen als ich aufgehalten werde. Hier, bitte. Er gibt mir einen Zettel der eigentlich für Rezepte gedacht ist. Mit seiner Telefonnummer, seiner Adresse, seinem E-Mail Kontakt und der selben Botschaft wie vorhin, seine Tochter würde ja so gern...

Kontrolle ist dann nächste Woche Freitag.

Seht ihr das da gaaaaaaaanz hinten? Das ist dann ungefähr die Hälfte meines täglichen Weges.
Immer diese Strasse entlang.

Black Friday in Encarnation


Hola! :)

Seit Wochen schon wurde er angepriesen, der Black Friday in Encarnation. Wobei Black Friday eine Aktion von allen Läden und Shops in der Stadt Encarnation ist, 30% manchmal sogar 40% Rabatt auf jeden Artikel den man finden kann und so ist es natürlich quasi ein Muss einmal vorbei zu schauen. Für mich persönlich war es wichtig, weil ich ein Handy kaufen wollte, da mein eigenes hier nicht funktioniert. Eingeladen wurde ich von der Familie eines anderen Austauschschülers, da meine eigene wohl kaum die Idee hatte hin zu fahren. Ich habe Encarnation bisher nicht besuchen können und habe natürlich sofort zugesagt.

Encarnation ist laut meinen Mitschülern und Bekannten, die auch in Paraguay waren, die schönste Stadt des Landes. Man fährt von einem Ort aus ca. eine gute Stunde mit dem Auto über eine art Highway vorbei an kleineren Ortschaften und einer Deutschen Kolonie. Wir sind am Abend gefahren und da es hier schon gegen 17:30 Stockdunkel ist habe ich leider nix von der Landschaft sehen können, was sich nachher aber noch ausgleichen lies :)
Angekommen sah man Menschenmassen sich durch die Strassen quetschen und Autos im Schritttempo fahren, verrückte Geschichte. Ein Tag an dem alles reduziert ist und man hat das Gefühl aus ganz Argentinien und Paraguay sind die Leute zum Shoppen hergekommen. Encarnation ist mehr oder weniger Grenzstadt zu Argentinien. Dies nutzen die Argentinier natürlich auch fleissig!

Nachdem wir dann durch die Strassen flanniert sind und uns das ein oder andere Handy-Tarif Angebot geholt haben ging es zurück zum Auto und dann an einen der wohl schönsten Orte der Welt, die Costanera de Encarnation. Man sieht über das Wasser (Río Parana) direkt auf der anderen Seite kann man die Argentinische Stadt Posadas sehen und zu der Tageszeit zu der wir da waren die unglaubliche Skyline bei Nacht. Es ist mit Abstand einer der schönsten Orte die ich jeh gesehen habe und ich werde auf jeden fall dort hin zurückkehren, am besten am Tag und in der Nacht da wir nicht allzu viel Zeit hatten um uns dort richtig Umzusehen.
Danach stiegen wir wieder ins Auto und fuhren zu einem Restaurant das von aussen verdammt nobel, von innen aber nur halb so nobel aussah wie es eigentlich war. Wir haben verdammt lecker gegessen und die Familie von dem anderen Austauschschüler hat einfach alles für mich bezahlt. Ich bin überwältigt wie herzlich, nett und ambitioniert die sind das es Lenny (der Austauschschüler) UND mir gut geht. Ganz anders als meine Familie.


Hier bei der Dämmerung, das Bild ist nicht von mir
aber es zeigt schon ein wenig die Magie des Ortes. 




Da sieht man die Skyline von Posadas, Argentinien von ziemlich
genau dem Punkt aus an dem wir auch waren.
Wenn die Hochhäuser Licht haben
und alles Dunkel ist ist es mindestens genau
so schön.
von hier




Ich hoffe ihr erkennt die Schönheit der Costanera :)

Bis bald!

Luxus in anderer Relation

Wir sind es gewöhnt. Ein sattes Frühstück, eine dauerhafte Internetverbindung, ein klick vom nächsten Treffen mit einer Freundin entfernt, Bus/U-Bahn/S-Bahnfahren, Sauberkeit und pure Hygiene, Gemüse, liebe von unseren Eltern und besten Freunden und vor allem eine besondere Art von Sicherheit. 

Als Luxus erkennt man dieses leider erst, wenn man sich von einigem abstinent fühlt oder darum kämpfen muss. 
Mir selber gefällt der Gedanke eines anderen Lebens sehr, ich bin nicht sehr anspruchsvoll, aber zu wissen das der Sicherheitsgrad den dir deine Familie und Freunde geben hier in Paraguay einer komplett anderen Mentalität entspricht ist mir erst in den letzten Tagen bewusst geworden. Ich muss mir das hier noch zurechtwursteln.
Im Moment geht es mir etwas besser, weil ich mir eine Strategie angeeignet habe. Ich betrachte die momentane Situation als ein Experiment, die Menschen bei denen ich Lebe sind Teil eines großen Versuchs und daher für mich und meine Gefühlswelt nicht weiter relevant. Wenn ich dieses ganze Neben einander her Leben an mich ranlassen würde, wäre ich vermutlich schneller ein Emotionales Wrack als ich mir Vorstellen könnte. In einer Familie zu Leben die keine ist, sich an Menschen gewöhnen die nichts von einem wollen und einen Haushalt kennen zu lernen der nichts für einen Übrig hat, wie lange halte ich das durch, welche Beobachtungen mache ich? Das ist der Titel, oder zumindest das was ich mir darunter Vorstelle. Wenn ich das ganze nicht nüchtern wie ein Wissenschaftler, wie ein wirklicher Forscher betrachte gehe ich daran kaputt. Kann man das nachvollziehen?


Ich gönne mir jetzt noch ein bisschen Luxus. Wir haben Möhren im Kühlschrank! Gemüse ist rar. 




von hier
für jeden Tag ein Stück!
xD


Mein Soundtrack für heute Abend/Nacht, beruhigt total








Bis dann!

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